Der Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung hat einen Zeitumfang von ca. 60 Stunden in Theorie und Praxis und findet einmal im Jahr – in der Regel zwischen April und Juli – statt. Ausbildungsort ist normalerweise die nähere Umgebung von Sindelfingen. Teilweise finden auch Veranstaltungen in Stuttgart und Herrenberg statt.

Übersicht:

  • Infoabend an einem Freitag Ende März / Anfang April

  • Eignungstest an einem Samstag Ende März / Anfang April

  • Die praktische Ausbildung an 4 Wochenenden:

    Normalerweise am Freitagabend und während des ganzen Samtags. Darin enthalten sind auch praktische Einsätze in einem Pflegeheim, einer Einrichtung für Menschen mit Handicap und Aktionen mit Kindern.

  • 4 Theorieeinheiten an einem Abend unter der Woche, meist Mittwoch.

    Jeweils in der Woche vor einem Praxiswochenende findet ein Theorieabend statt.

  • Schriftliche Prüfung - in der Regel an einem Montag kurz vor der praktischen Prüfung

  • Praktische Prüfung an einem Samstag / ganztägig

Für die rechtzeitige Planung werden die Ausbildungstermine bereits im Vorjahr bekannt gegeben. Es besteht Anwesenheitspflicht für ALLE Termine um zur Prüfung zugelassen zu werden. Wird Ihre Hündin während dieser Zeit läufig, besuchen Sie das Wochenende ohne diese, damit Sie alle Inhalte und Übungen miterleben und die Praxis mit ihrer pausierenden Hündin nacharbeiten können.


Die Praktische Ausbildung

In der praktischen Ausbildung werden die Hunde mit den verschiedensten Situationen und Aufgaben vertraut gemacht, die ihnen in zukünftigen Einsätzen begegnen werden. Dazu gehören:

  • Gehen am Rollstuhl
  • Gewöhnung an Gehwagen und Krücken
  • Gehen auf verschiedensten Bodenbelägen,
  • Gewöhnung an Lärm und ungewohnte Bewegungs- bzw. Verhaltensmuster
  • Fahrstuhlfahren und Treppenlaufen
  • Kontaktaufnahme zu bekannten und fremden Menschen

Durch 2 Hospitationen bei erfahrenen Therapiehunde-Teams während der Ausbildung (die nachgewiesen werden müssen) und durch Besuche in verschiedenen Einrichtungen während der Praxiseinheiten werden die Teams an ihre zukünftigen Aufgabenfelder herangeführt.


Theoretische Ausbildung

Bei den Theorieeinheiten beschäftigen sich die Hundehalter mit folgenden Themen:

  • Hundeverhalten erkennen und verstehen: „Unsere Hunde und wir, eine spannende Reise“
  • Körpersprache des Hundes
  • Stress bei Hunden
  • Lernverhalten des Hundes
  • Schutz des Hundes bei den Einsätzen
  • Krankheitsbilder der Patienten
  • Gesundheitsrisiken durch den Hund / für den Hund
  • Einsatzmöglichkeiten und -abläufe
  • Einblick in die Arbeit bereits ausgebildeter Teams
  • Wie bereite ich mich auf Einsätze optimal vor
  • Umgang mit Menschen mit Demenz, unterschiedlicher Behinderungen,...

 

Die Prüfungen

Am Ende der Ausbildung stehen sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung.

Bei der theoretischen Prüfung werden Inhalte der Ausbildung abgefragt.

Die praktische Prüfung wird, wie der Eignungstest, von einer Prüferin der IG Therapiehunde Böblingen e. V. abgenommen.